Da wahrscheinlich bereits viele von euch, dank verschiedener Quellen, bereits von der WM erfahren haben, kommt nun ein kurzer Bericht von mir:
Die 10.Weltmeisterschaft sowie die dazu parallel verlaufende Frauen Weltmeisterschaft und das alljährliche Freundschaftsturnier, stellten einen enormen Erfolg für die Weltorganisation sowie zugleich eine Glanzleistung, bezogen auf die Teilnehmerzahl, dar, welche insgesamt rund 1200 Partizipierten umfasste. Aufgrund der zwei Jahre andauernden Selektion für die Männerkategorie, haben am Ende wirklich nur die Besten und keine Amateure teilgenommen.
Unsere Damen sowie Alireza Shams, wurden so aufgestellt, dass sie praktisch gegen die Favoriten kämpfen mussten. Die Kämpfe waren äußerst hart und fordernd aber leider sind unsere Leute, wie viele andere gute Kämpfer auch, bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Parallel dazu, haben die Mädels sowie Senioren neue Erfahrung, auf einem internationalen Level, sammeln dürfen.
Jeder einzelne von den Kämpfern kann sicherlich mit Gewissheit sagen, dass das Niveau in Japan, im Vergleich zu den Turnieren in Europa, extrem hoch ist.
Sempai Axel Hinz hat als vierter in unserer deutschen Organisation die internationale Kampfrichterlizenz erworben und durfte, postwendend, auf dem Freundschaftsturnier, als Kampfrichter fungieren.
Unser gesamtes Kämpferteam wurde von allen Seiten gelobt und ich hoffe inständig, dass wir in Zukunft, unser kämpferisches Niveau weiterentwickeln können, so wie es beispielsweise Frankreich bereits getan hat.
Insgesamt waren, ausnahmslos, alle Kämpfe äußerst spannend und selbst das japanische Team, welches seit Jahren unter dem nicht Vorhandensein starker Kämpfer leidet, war dieses Jahr mit einem fast komplett neuen Team vertreten, welches sicherlich auch bei der nächsten WM, wie bereits jetzt schon viele vermuten, etwas großes erreichen wird.
Das russische Team war extrem stark und hat sich, zu recht, bei Frauen sowie auch bei Männern, jeweils den ersten Platz sichern können. Des Weiteren konnte besonders ein Dojo aus Moskau den wohl größten Erfolg feiern, da jeweils der Weltmeister sowie auch die Weltmeisterin aus diesem stammen. Mein persönlicher Favorit, Kapanadze, hat sich am dritten Finaltag, leider bereits ganz am Anfang, während des Tamashiwaritests, es waren acht überdurchschnittlich harte Bretter (8st!) für Seiken, die Hand gebrochen und musste sich, im Halbfinale, dem Sieger Nikoleishvili geschlagen geben, konnte aber dennoch, den Kampf um den dritten Platz, für sich entscheiden.
Das Niveau war, im Allgemeinen, folglich derart hoch, dass selbst viele Favoriten und große Namen wie Tanaka, Kurbanov, Mori, Stepin, Stoian, Estensoro, Damyanov, Gogonel , Navarro, Teixeira u.a. , nicht die Leistung erbringen konnten, welche man sonst von diesen Spitzenkämpfern gewohnt ist.
Als Unterbringung diente dieses Mal das Olympische Center in Shibuya, Tokyo. Es war, für unsere gewohnten Verhältnisse, ein wenig spartanisch, wenn auch, für Tokyo´s Preisordnung , recht günstig. Letztendlich waren wir nicht zum entspannen, sondern zum kämpfen gekommen!.
Unserem gesamten Team, bestehend aus 14 Personen, und vor allem denjenigen welche das erste Mal in Toyko waren, hat die Stadt, besonders das Nachtleben, sehr gut gefallen. Am Ende war jeder von den Farben Tokyo´s sowie dem Klima, ein bisschen durcheinander.
Ein großer Dank geht auch an Sempai Gawlik, da dieser das gesamte Team, dank seines Sponsorings, mit passenden Jacken versorgt hat.
